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la vie en rose - sie bereut nichts?!

ein stilles kind mit pocken, eine junge hübsche frau, die immer besoffen ist, eine krümmlich ältere dame mit rheuma.

mit viel pathos wird in la vie en rose die geschichte von edith piaf erzählt. in über zwei stunden sieht der zuschauer allerdings wenig mehr als diese drei bilder von der sängerin aus paris. ein leben bei einer unterbesorgten mutter, eine weile verbringt sie im bordell ihrer großmutter, wo sich die leicht bekleideten damen herzlich um sie kümmern. danach zieht sie mit ihrem akrobatischen vater im zirkus oder zu zweit durch die lande. dabei entdecken sie und der vater ihr talent zum singen, was auch sogleich in bare münze verwandelt wird. und so gehts für sie in relativer armut weiter bis sie eines tages auf der straße von einem bühnenbesitzer entdeckt wird.

ihre leidenschaften sind das singen, das trinken und das lieben. letzteres einzig zu einem boxer, der bei einem flugzeugabsturz ums leben kommt.

man nimmt marion cotillard die rolle der edith piaf ziemlich gut ab. was man dem film nicht so richtig abnimmt, ist, dass madam piaf so wenige andere charakterliche facetten hat, als manische hoch- und manische tiefphasen.

das alles wird nicht chronologisch erzählt. schon am anfang wird eine alte dünnhaarige frau gezeigt, die trotz körperschwäche unbedingt singen will, es sich im nächsten moment wieder anders überlegt und am ende wider allen ärztlichen rats doch auf der bühne steht. es folgt ein weinendes mädchen, von der mutter wenig bekümmert. danach die junge frau, dann wieder das kind, dann wieder die alte. und so weiter. durch diese erzähltstruktur werden immer wieder spannungen erzeugt, die den film ganz gut aushalten lassen.

der gleiche lebensverlauf einer weniger berühmten person hätte einen weiteren film allerdings nicht gerechtfertigt. filme á la rockefeller - vom tellerwäscher zum millionär muss ich nicht mehr sehen. das ist zwar kein umhau-argument gegen diesen film, aber kann doch bitteschön auch mal gesagt werden.


(anja)

17.3.07 15:39
 


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